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Turkana - Kenia

Bild 1 Kenia

In Kenia ernährt Mary’s Meals über 47.000 Kinder – aber es wäre noch viel mehr möglich. Über 2,5 Millionen Menschen in Kenia sind täglich verzweifelt mit Hunger konfrontiert und 500.000 Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Dies ist vor allem auf die großen Trockengebiete im Gebiet Turkana und die intensive Dürre zurückzuführen.

Es ist nicht eine Schulbildung zu bekommen. Die Schulen sind sehr spärlich in der ganzen Region verstreut, was bedeutet, dass viele Kinder nur wenig oder gar keinen Zugang zu Bildung haben. Für viele Kinder in den großen städtischen Slums ist das Überleben ein ständiger Kampf. Sie können es sich daher kaum leisten, ihre Tage im Unterricht zu verbringen.

Mary’s Meals bietet die Möglichkeit, durch eine Ausbildung ein Fundament für die Zukunft legen zu können. In Turkana im nördlichen Kenia, einem von Dürre und Nahrungsunsicherheit betroffenen Gebiet, werden Nomandenkinder von Mary's Meals mit lebensrettenden Mahlzeiten in Tagesstätten versorgt.
Zudem ist Mary’s Meals in Kenias Westen, in den Slums von Eldoret, aktiv, wo Kinder durch die Mahlzeiten für den regelmäßigen Schulbesuch gewonnen werden.

Bild 2 Kenia

Turkana ist das flächenmäßig größte Gebiet in Kenia. Es liegt in der Nachbarschaft von Uganda, dem Südsudan und Äthiopien und grenzt an das Westufer des Turkana-Sees. Das Verwaltungszentrum ist die Stadt Lodwar mit ca. 20.000 Einwohnern.

Lageplan

Turkana ist ein semi-arides Gebiet (Halbwüste). Der Turkana-See ist das zweitgrößte Binnengewässer Kenias und versalzt immer mehr. Sein Wasserspiegel sinkt ab, da der See zwar Zuflüsse hat, aber durch enorme Verdunstung mehr Wasser verliert und sich die Mineralsalze anreichern („Versalzung“).

Die Turkanas sind die größte ansässige Volksgruppe und gehören zu den nilotischen Gruppen. 70% der Einwohner leben als Nomaden. Diese halten Kamele, Rinder (Zebu), Schafe und Ziegen, die ihnen Milch, Blut und Fleisch als Nahrung liefern. Vieh dient auch als eine Form von Währung zum Verhandeln eines Brautpreises und als Aussteuer.

Am Fluss Turkwel leben die Ngiketak-Turkana seit Generationen als sesshafte Ackerbauern, die verschiedene Feldfrüchte anbauen und daneben Vieh halten. In jüngerer Zeit werden weitere Turkana sesshaft, vor allem weil sie ihr Vieh verloren haben. Häufig sind diese mindestens teilweise von Nahrungsmittelhilfe abhängig. In den letzten Jahren haben Entwicklungshilfsprogramme versucht, die Fischerei als Lebensunterhalt einzuführen. Der Erfolg war sehr mäßig, da Fischen in Teilen der Turkana-Gesellschaft ein Tabu ist.

2017 stieg die Unterernährung in Kenia aufgrund einer extremen Dürre enorm an, mehr als 70.000 Kinder waren vom Hungertod bedroht. Die akute Mangelernährung war alarmierend hoch. Familien in einigen der am stärksten betroffenen Gebiete hatten den Großteil ihres Viehbestandes verloren, ihnen fehlte die Nahrungsgrundlage. Die Dürre hatte zehntausende Familien und Kinder enorm geschwächt und in Gefahr gebracht. Besonders stark gefährdet waren Kinder unter fünf Jahren, Schwangere und stillende Mütter. Viele Mütter konnten ihre Babys nicht mehr stillen, weil sie selbst nicht genügend Kalorien zu sich nahmen. Nahrungsmittelprogramme wurden mit internationaler Hilfe aufgestellt, um die am meisten Gefährdeten zu erreichen und unnötige Todesfälle zu verhindern.

Eldoret gehört nicht zur Region Turkana. Weil Mary's Meals hier ebenfalls in Kenia tätig ist, wird der Ort der Vollständigkeit halber mit aufgeführt.
Es ist eine Stadt im Westen Kenias, ungefähr 360 Kilometer südlich von Lodwar und mit 475.716 Einwohnern (2019). Bei der Volkszählung 2009 wurden noch 247.500 Einwohner registriert. Eldoret ist die fünftgrößte Stadt Kenias und gilt als die am schnellsten wachsende Stadt in diesem Land.

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