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Aktuelles und Termine bei der Arbeitsstelle

Die Journalistin und Schriftstellerin Ruth Weiss
kommt zu zwei Veranstaltungen nach Lüdinghausen:

Die Journalistin und Schriftstellerin Ruth Weiss kommt Mitte November zu zwei Veranstaltungen nach Lüdinghausen. Auf Vermittlung der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden Lüdinghausen ist sie zunächst Gast am St.-Antonius-Gymnasium . Hier werden ihre Erfahrungen als jüdisches Kind in der Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten, besonders rund um die prägenden Einflüsse der Reichsprogromnacht im Mittelpunkt stehen und Schülern der Klassen 9 bis Q1 vermittelt. Bezüge zu aktuellen antisemitischen Vorfällen, wie etwa der Angriff auf eine Synagoge in Halle sollen verdeutlichen, dass auch in Deutschland weiterhin rassistisches Denken vorhanden ist und welche Gefahren sich daraus ergeben können.

Die zweite Veranstaltung findet in den Lüdinghauser Friedensräumen statt. Da die Autorin in den zurückliegenden Jahren schon an unterschiedlichen Stellen in Lüdinghausen aus ihren Büchern gelesen hat, sollen hier bislang unveröffentlichte Texte stehen, die Begegnungen mit wichtigen Personen und deren Bedeutung ansprechen.

Die Schriftstellerin Ruth Weiss hat bis vor drei Jahren fast zehn Jahre lang in Lüdinghausen gewohnt. Dem Verein Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden Lüdinghausen ist sie seit den Anfängen der 1970er Jahre eng verbunden, als sie noch als Wirtschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Afrika als leitende Redakteurin bei der Deutschen Welle in Köln angestellt war. Sie hat über Jahrzehnte die Arbeit des Vereins aktiv begleitet und auf mehreren Fahrten Richtung Sambia mit Gruppen aus Lüdinghausen und Umgebung als bekannte Journalistin den Teilnehmern tiefere Einblicke in die Strukturern der Länder, Verständnis für Verhaltensweisen anderer Kulturen geweckt und viele Türen geöffnet. Bevor die heute 95 Jährige vor drei Jahren zu ihrem Sohn in den äußeren Norden Dänemarks zog, hat sie fast ein Jahrzehnt schließlich in Lüdinghausen gewohnt und sich mit vielen Aktivitäten in das kulturelle Leben der Stadt eingebracht.

Die Berliner Compagnie spielt in Lüdinghausen !

DAS BILD VOM FEIND
- Wie Kriege entstehen. Ein Theaterstück -

Die Ukraine, Putin, US-Geopolitik
und der geheimnisvolle Gleichklang unserer Medien

Sanktionen, Drohungen, vermehrte Aufrüstung, immer größere Manöver, immer häufiger gefährliche Zwischenfälle - der kalte Krieg ist wieder da. Wird die Eskalation nicht beendet, kommt es zum Dritten Weltkrieg.

Was in der Ukraine geschehen ist – der Aufstand des Euromaidan gegen den Präsidenten Janukowitsch, die Übernahme der Krim durch Russland, der Bürgerkrieg im Donbass – das alles wird nicht nur von den Ukrainern, sondern auch von den Deutschen sehr unterschiedlich beurteilt. Was den einen eine berechtigte Revolution, ist den anderen ein illegitimer Putsch.

In der Situation könnte es hilfreich sein, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen und sich von dem einen oder anderen Vorurteil zu verabschieden. Der Wunsch der Ukrainer nach Selbstbestimmung und einem besseren Leben, die Angst vieler Menschen im Donbass vor ukrainisch-nationalistischen Kräften im heutigen Kiew, die geschichtlichen Erfahrungen mit Nazi-Deutschland und Stalinismus, heutige geopolitische Absichten von Seiten der USA, der EU und Russlands sowie die russischen Ängste angesichts der NATO-Osterweiterung - all das muss ernst genommen werden.

Das Stück spielt in einer Redaktion. Die linke Zeitung ist von einem Milliardär aufgekauft worden. Der neue Chefredakteur soll den neuen Kurs des Blattes durchsetzen. Seine erste Aufgabe: eine Sonderbeilage über die Ukraine. Zu seiner Unterstützung hat er als Volontärin eine ukrainische Maidan–Aktivistin mitgebracht. Geht seine Rechnung auf? In der Redaktion jedenfalls wird manch festgefahrene Meinung in Frage gestellt, das eine oder andere Feindbild aufgelöst. Und Lieder wehen herein - ein ukrainisches, ein jüdisches, ein deutsches, ein polnisches, ein russisches Lied...