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Termine und Veranstaltungen der Arbeitsstelle
bzw. mit deren Unterstützung

Sonderausstellung polnischer Künstler anlässlich des Überfalls und der Besetzung Polens durch deutsche Truppen vor rd. 80 Jahren

Bild Karl Jenkins Bild Karl Jenkins

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten "polnische Künstler aus dem Volk" ihre schlimmen Kriegserlebnisse und Erfahrungen aus der Zeit der deutschen Besatzung in einfachen Kunstwerken zum Ausdruck. Sie verarbeiteten Ereignisse aus dem subjektiven Erleben von Krieg, Okkupation, Verschleppung und Holocaust, Ereignisse, die über polnische Menschen hereinbrachen, ganz gleich, ob es sich um Christen oder um Juden handelte. Sie lenkten den Blick auf die alltäglichen Verbrechen Nazideutschlands im okkupierten Polen und in die auf polnischem Boden errichteten Lager. Erfahrungen im sowjetrussischen Gulag-System wurden ebenso mit verarbeitet.

Anlass für diese Ausstellung und ihre Terminierung ist der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begann und sich im September 2019 zum 80. Male gejährt hat.

Der bewaffnete Mann - Eine Messe für den Frieden

Nachdenklich und beeindruckt zeigten sich die Zuschauer nach der Präsentation der Videoaufführung von „Der bewaffnete Mann - Eine Messe für den Frieden“ des britischen Stardirigenten Karl Jenkins in den Lüdinghauser Friedensräumen.

Bild Karl Jenkins

Der Dirigent hatte dieses Stück in 2018 mit großem Orchester, über 2.000 Sängerinnen und Sängern und aufwendigen Videoprojektionen in Berlin aufgeführt. Dieses als Anti-Kriegs-Stück zu verstehende Werk entstand als Auftragsarbeit zum Ausklang des letzten Jahrhunderts. Karl Jenkins sollte ein Werk schaffen, das der Opfer der vielen brutalen Kriege des 20. Jahrhunderts gedachte.

Der Musiker lehnt sein Stück zwar an die Struktur einer katholischen Messe an, versetzte es aber mit Stücken aus anderen Weltreligionen und zahlreichen Texten anderer Künstler. Ergreifend die parallel gezeigten und zur Aufführung bestens abgestimmten originalen Kriegsfilmausschnitte.

Das Stück endet schließlich mit in Szene gesetzten Friedensaktivitäten aus aller Welt, ein Kontrast zu kriegerischen Auseinandersetzungen, der verdeutlicht, dass Frieden nicht nur wünschenswert sondern auch durchaus machbar ist.

Wenn auch der Besuch der Veranstaltung stärker hätte ausfallen können, die Resonanz auf das Stück wie auf vorherige Veranstaltungen ermutigt den Trägerverein, in diesem Sinne weitere Angebote in den Friedensräumen anzubieten. Gern nahm man die Anregung mit, noch verstärkter für diese Angebote zu werben.

Die Berliner Compagnie spielte in Lüdinghausen !

am Mittwoch, 20. November 2019
in der Aula des Schulzentrums

DAS BILD VOM FEIND
- Wie Kriege entstehen. Ein Theaterstück -

Die Ukraine, Putin, US-Geopolitik
und der geheimnisvolle Gleichklang unserer Medien

Sanktionen, Drohungen, vermehrte Aufrüstung, immer größere Manöver, immer häufiger gefährliche Zwischenfälle - der kalte Krieg ist wieder da. Wird die Eskalation nicht beendet, kommt es zum Dritten Weltkrieg.

Was in der Ukraine geschehen ist – der Aufstand des Euromaidan gegen den Präsidenten Janukowitsch, die Übernahme der Krim durch Russland, der Bürgerkrieg im Donbass – das alles wird nicht nur von den Ukrainern, sondern auch von den Deutschen sehr unterschiedlich beurteilt. Was den einen eine berechtigte Revolution, ist den anderen ein illegitimer Putsch.

In der Situation könnte es hilfreich sein, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen und sich von dem einen oder anderen Vorurteil zu verabschieden. Der Wunsch der Ukrainer nach Selbstbestimmung und einem besseren Leben, die Angst vieler Menschen im Donbass vor ukrainisch-nationalistischen Kräften im heutigen Kiew, die geschichtlichen Erfahrungen mit Nazi-Deutschland und Stalinismus, heutige geopolitische Absichten von Seiten der USA, der EU und Russlands sowie die russischen Ängste angesichts der NATO-Osterweiterung - all das muss ernst genommen werden.

Das Stück spielt in einer Redaktion. Die linke Zeitung ist von einem Milliardär aufgekauft worden. Der neue Chefredakteur soll den neuen Kurs des Blattes durchsetzen. Seine erste Aufgabe: eine Sonderbeilage über die Ukraine. Zu seiner Unterstützung hat er als Volontärin eine ukrainische Maidan–Aktivistin mitgebracht. Geht seine Rechnung auf? In der Redaktion jedenfalls wird manch festgefahrene Meinung in Frage gestellt, das eine oder andere Feindbild aufgelöst. Und Lieder wehen herein - ein ukrainisches, ein jüdisches, ein deutsches, ein polnisches, ein russisches Lied...