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Arbeitskreis FAIR HANDELN in Lüdinghausen
Projekt 2021/22 - Aleppo / Syrien

Für dieses Jahr hat der Arbeitskreis FAIR HANDELN beschlossen, mit der schottischen Charity-Organisation Mary’s Meals weiter durch die Welt zu reisen und weiterhin Kindern in wirtschaftlich armen Ländern eine Schulspeisung und damit verbunden, eine schulische Ausbildung zu ermöglichen.

Die Wahl ist dabei auf Syrien gefallen - ein Land, in dem Mary’s Meals seit 2017 aktiv ist. Aufgrund des langjährigen Konfliktes leiden in Syrien fast ein Drittel aller unter 5-jährigen an Unterernährung und um die 28% der Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule. Mary’s Meals versorgt mittlerweile über 4.000 Kinder mit einer nahrhaften Schulmahlzeit in 12 verschiedenen Schulen in Aleppo. Eine typische Schulmahlzeit beinhaltet ein belegtes Brot und frisches Obst.

Unser Ziel ist es, Mary’s Meals bei dieser Arbeit zu unterstützen und in diesem Jahr Spenden in Höhe von 9150 € zu sammeln, um 500 dieser Kinder auch im nächsten Jahr diese Mahlzeit zu ermöglichen.

Notwendigkeit der Hilfe in Syrien

Der Krieg in Syrien hat das Land zu einem der ärmsten Länder im Mittleren Ostens werden lassen, wobei es von 189 im Human Development Index geführten Ländern an 151. Stelle steht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung musste ihre Heimat verlassen - eine der größten Vertreibungen seit dem zweiten Weltkrieg.

Aleppo - eine Stadt im Nordwesten von Syrien, befand sich für vier Jahre - zwischen 2012 und 2016 - im Belagerungszustand und wurde stark bombardiert. Im Dezember 2016 veröffentlichte UNOSAT eine auf der Auswertung von Satellitenbildern vom September 2016 beruhende Einschätzung des Ausmaßes der Zerstörung in Aleppo. Diese Analyse geht von mehr als 33.000 beschädigten Gebäuden Aleppos aus. Die Analyse zeigt, dass etwa zwei Drittel der beschädigten und zerstörten Gebäude im Osten Aleppos liegen.

Aufgrund unzureichender landwirtschaftlicher Produktion und steigenden Nahrungsmittelpreisen ist die Nahrungsmittelunsicherheit hoch und wird von dem andauernden Konflikt noch verschärft. Anhaltende Vertreibungen haben zu einem Zusammenbruch der Infrastruktur großer Teile von Syrien geführt - mit verheerenden Auswirkungen für Familien und ihren Möglichkeiten, ihre Kinder zu ernähren. 27,9% aller unter 5-Jährigen leiden daher unter chronischer Mangelernährung.

Da das normale Leben durch die Jahre des Konflikts massiv beeinträchtigt ist, hat der Schulbesuch der Kinder für viele Familien eine niedrige Priorität. Um die 28% der Kinder im Grundschulalter gehen daher in Syrien nicht zur Schule. Zudem stellt eine solche unbeständige Umgebung die Helfer vor beträchtliche Herausforderungen.

Das Schulernährungsprogram von Mary’s Meals ermöglicht Kindern in Syrien, die in ihren jungen Leben unvorstellbare Traumata erlitten haben, eine regelmäßige Mahlzeit. Mary’s Meals arbeitet eng mit dem Partner Dorcas zusammen. Dorcas bietet seit 2012 in einigen der unsichersten Teile Syriens erfolgreich medizinische Hilfe an und verteilt Hilfsgüter. In Aleppo bereitet ein engagiertes Team von Freiwilligen die Mahlzeiten in einer Schule vor, in der die Wasser- und Elektrizitätsversorgung zuverlässig funktioniert. Das Essen wird dann an die anderen Schulen in der Stadt ausgeliefert.