
Mit der Übergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem durch die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Lüdinghausen an die Veranstalter startete das Friedensfest der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden und ein besonderer Rundgang durch die Stadtgeschichte: Ein gemeinsamer Spaziergang markierte den Auftakt für den geplanten digitalen Friedensweg Lüdinghausen. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleiteten die Route, die historische Erinnerungsorte im Stadtgebiet miteinander verbindet.
Geschichte erlebbar machen: Vier Stationen der Erinnerung
Projektleiter und Pastoralreferent Michael Kertelge führte die Gruppe entlang der vier zentralen Stationen des künftigen Weges:
- Das wiederaufgestellte Mahnmal von Josef Baron an der St.-Felizitas-Kirche, das genau während des Spazierganges auf dem Kirchplatz an der Mauer zum benachbarten Parkplatz aufgebaut wurde.
- Der jüdische Friedhof
- Der Ruth-Weiss-Platz
- Der kommunale Friedhof mit den Kriegsgräbern An jeder Station verband Kertelge die Historie der einzelnen Denkmäler mit dem übergeordneten Thema Frieden. In Kurzvorträgen vermittelte er bildreich und lehrreich die regionale Geschichte und schlug den Bogen zu aktuellen Fragen der Erinnerungskultur.
Das Projekt: Analoger Spaziergang trifft auf digitale Information
Der digitale Friedensweg verbindet die physischen Erinnerungsorte im Stadtgebiet mit modernen Informationsangeboten. Künftig sollen an den vier Stationen QR-Codes angebracht werden, die Besucherinnen und Besucher direkt auf eine vorbereitete Website führen. Dort stehen weiterführende Informationen, historische Hintergründe und ergänzendes Material digital zur Verfügung.
Starke Partnerschaften für nachhaltige Erinnerungsarbeit
Das Projekt setzt auf breite lokale und regionale Zusammenarbeit:
- Schulpatenschaften: Die kontinuierliche Pflege und inhaltliche Erschließung der Informationen soll über Patenschaften mit den weiterführenden Schulen der Stadt Lüdinghausen erfolgen. Dadurch werden Jugendliche aktiv in die Erinnerungsarbeit eingebunden.
- Kooperationspartner: Neben der Stadt Lüdinghausen ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in das Vorhaben eingebunden.
- Initiative: Impulsgeber und Koordinator des Gesamtprojektes ist Pastoralreferent Michael Kertelge.




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