Informations-Nachmittag zum Thema Liberia

Am Samstag, 15. November führte der AK Fair Handeln einen Informations-Nachmittag zum Thema Liberia in den Lüdinghauser Friedensräumen durch. Dort konnten die Produkte aus Konjorlloe bestaunt werden. Vielfältige Informationen über das Land wurden ausgetauscht. U.a. konnte man etwas über alte wichtige Heilkräuter erfahren.

Zudem wurde ein informativer Film über das Leben in Konjorlloe gezeigt. Die Zuhörer waren beeindruckt von der Handwerkskunst und von der Kraft und dem Lebensgeist der Einwohner in Konjorlloe, die nach 13 Jahren Flucht und dem Leben in Flüchtlingslagern und den Slums von Monrovia zurückgekehrt sind in ihr Dorf. Dort fanden sie zu ihrem alten Leben in einer Gemeinschaft zurück und bauten mit viel Kraft an einer hoffnungsvollen Zukunft.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Frauen des AK Fair Handeln gewebte Baumwollstoffbahnen aus Konjorlle mit afrikanischen und weihnachtlichen Symbolen bedruckt und als dekorative Tischbänder auf dem Adventsmarkt angeboten. Mitgebracht wurden die Stoffe von Rudolf Janke aus Wiesbaden, der mit seinem Verein Liberia-Freunde e.V – Wiesbaden die Dorfentwicklung in Konjorlloe seit Jahren aktiv unterstützt. Rudolf Janke engagiert sich seit über 40 Jahren in Liberia. Bereits vor dem Bürgerkrieg arbeitete er dort im Auftrag des Statistischen Bundesamtes.

Das Lüdinghauser Ehepaar Wiesener, das ebenfalls mehrere Jahre in Liberia lebte, berichtete über seine umfangreichen Erfahrungen. Die Wieseners haben diese in Bong gesammelt, wo sie in einer internationalen Siedlung für die Mitarbeiter eines von einem europäischen Konsortiums gebauten Eisenbergwerkes gewohnt haben. Das Leben dort stand in einem krassen Gegensatz zu dem Leben der Bevölkerung in den Dörfern, wie in Konjorlloe.

Anmerkung:

Einem UN-Bericht aus dem Jahr 2004 zufolge gab es in Liberia schätzungsweise 5.000 nicht lizensierte und 1.000 lizenzierte Bergbaubetriebe. Laut Bericht verursachten die Minen Schäden durch die Zerstörung von Wäldern und Flussbetten. Der Bericht stellte fest, dass beim Abbau Schadstoffe wie Zyanid verwendet wurden, die in die Flüsse gelangten. Auch Quecksilber, das bei der Goldgewinnung aus Erz eingesetzt wurde, wurde als Schadstoff erwähnt.
Quelle: Wikipedia

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